Sommerzeit ist Weißweinzeit - Das erfrischende Geschmackserlebnis mit fein säuerlichem Aroma.
In Deutschland werden Weine fast ausschließlich dem Rhein-Mosel-Gebiet zugeordnet. Immer wieder fallen die Weinanbaugebiete vom Oberrhein vollkommen unter den Tisch. Hierzu gehört das Markgräflerland, das auch rein geografisch nah mit dem Elsass verwandt ist. Getrennt vom Oberrheingraben liegen beiden Weinanbaugebiete zwischen dem Schwarzwald und den Vogesen. Im Markgräflerland ist auch der Silvaner zu Hause. Dieser Weißwein ist eine Rebsorte, die für einen säuerlich neutralen Wein steht. Ursprünglich kommt er aus Österreich uns war einst die dominierende Weißweinsorte in Deutschland. Erst später wurde er vom Müller-Thurgau vom Podest gestoßen und dann vom Riesling auf den dritten Platz verwiesen. Lange herrschte die Annahme vor, dass der Silvaner als Vorfahre des Müller-Thurgaus zu denken sei, doch dies wurde inzwischen aufgrund eines DNA-Tests widerlegt. Bei der Zuordnung zu einem Gericht gilt für den Silvaner die Faustregel, die auf alle Weißweine zutrifft. Jegliche helle Speisen wie Meeresfrüchte, gedämpfte und gekochter Fisch, helles Fleisch und Geflügel passen in jedem Fall. Im Frühjahr bietet sich Spargel, der auch am Oberrhein angebaut wird, als perfekter Begleiter an. Die feine säuerliche Note hat weiterhin die Gabe, den Gaumen von schweren Speisen zu reinigen und üppige Gerichte leichter verdaulich zu machen. Mit einem süßeren Gericht die Säure des Silvaners etwas abgemildert werden.